Willkommen beim Berliner FAIRgabe-Bündnis

WER wir sind und WAS wir tun, erfahren Sie hier.

AKTUELLES

KONFERENZ: FAIRgabe als Chance für ein faires Berlin (15.12.2017)

in Berlin steht die Novelle des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes an. Die Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, dass sie die Vergabe von öffentlichen Aufträgen nutzen will, um „eine nachhaltige, an ökologischen, sozialen und geschlechtergerechten Kriterien ausgerichtete wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen“. Was bedeutet dies für den nachhaltigen öffentlichen Einkauf auf Landes- und Bezirksebene?

Auf unserer Konferenz

 – FAIRgabe als Chance für ein faires Berlin –
am 15.02.2018

wollen wir diese und andere Fragen mit Vertreter/innen der Landesregierung, der Verwaltung und der Bezirke diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein. Im Fokus stehen die Verankerung sozialer und ökologischer Kriterien in einem novellierten Gesetz sowie deren wirksame Kontrolle. Gute Beispiele geben dabei Anreize und Ideen aus der Praxis.

Die Konferenz findet im Eine Welt Zentrum des Berlin Global Village statt. Das Programm kann hier eingesehen werden. Bitte melden Sie sich an unter: info@fairgabe.berlin. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt keine Anmeldefrist.

Ansprechpartnerin: Tina Haupt von WEED e.V.

 

Vergabebericht Berlin 2017 unzureichend – R2G muss Berichtsformat überarbeiten (15.11.2017)

Der Senat hat am 7.11.2017  auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, den Vergabebericht für den Zeitraum Juni 2014 bis August 2016 beschlossen.

Wie schon bei der Veröffentlichung des ersten Vergabeberichts 2014 ist der vorliegende Bericht nur eine Zusammenstellung von wörtlich zitierten Passagen aus zuvor durchgeführten Meinungsumfragen. Tina Haupt von Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung – WEED e.V. : „Der Bericht enthält keine konkreten Zahlen über die eigenen und mittelbar verantworteten Beschaffungsvorgänge in Berlin. Dies ist keine valide Grundlage für politische Entscheidungen.“ Die regierenden Parteien DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen hatten in der Opposition selbst genau diese Punkte am Vergabebericht von 2014 kritisiert.

Das Berliner FAIRgabe-Bündnis fordert von der rot-rot-grünen Landesregierung eine Überarbeitung der Berichtsgrundlage, um den tatsächlichen Stand und die Umsetzung des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes in Berlin zu bewerten. „Die Verankerung sozialer und ökologischer Kriterien im Berliner Vergabegesetz muss in Zukunft so gestaltet werden, dass diese auch konsequent umgesetzt und kontrolliert werden können“, so Heiko Glawe, Regionsgeschäftsführer des DGB Berlin. Die im Bericht zitierten Meinungsumfragen wurden von der Vorgänger-Regierung vor allem mit Wirtschaftsverbänden geführt. Aufgrund der Kritik wurden zwar mit dem Verein WEED e.V. und der Gewerkschaft DGB auch zwei Mitglieder des Berliner FAIRgabe-Bündnisses interviewt, doch die Antworten wurden nur in den Bericht kopiert und willkürlich mit den übrigen Zitaten aneinandergefügt.

Im vorliegenden Bericht bekundet die Landesregierung, dass mit der Reform des Vergaberechts auf Bundesebene vor einem Jahr neue Möglichkeiten für eine Forderung sozialer und ökologischer Ziele geschaffen wurden und dass der Senat diese nutzen will, um das BerlAVG entsprechend zu novellieren. Diese Absicht wurde auch zuvor im Gespräch mit dem FAIRgabe-Bündnis bekundet. „Für diesen anstehenden Novellierungsprozess fordern wir eine umfassende Beteiligung aller relevanten Akteure und vor allem der Berliner Zivilgesellschaft!“ sagt Alexander Schudy, Geschäftsführer des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags. „Nur so kann ein Gesetz entstehen, das soziale und ökologische Ziele einbindet und gleichzeitig praktisch gut umsetzbar ist.“

Der zweite Berliner Vergabebericht von 2016 für die Jahre 2015/16 kann hier heruntergeladen werden.

 

KAMPAGNE: FAIRBESSER BERLIN (08.11.2017)

Weed e.V. hat eine die Kamagne gestartet, um Berliner Bürger*innen darüber zu informieren, welches Potential ein fairer öffentlicher Einkauf hat, um Menschen- und Arbeitsrechte weltweit zu verbessern. Bis Anfang 2019 sammelt die NGO noch Stimmen und möchte dann die Berliner Bezirksbürgermeister aufzufordern, einen Aktionsplan für faire öffentliche Beschaffung zu erarbeiten, um den Anteil fairer Produkte am Beschaffunfsvolumen zu erhöhen. Ein Kinospot unterstützt die Forderungen in visueller Form.

Geben auch Sie Ihre Stimme ab auf www.fairbesserberlin.de !

Setzen Sie ein Zeichen gegen Kinderarbeit, gegen Diskriminierung, für gerechte Löhne und sichere Arbeitsverträge in Berlin und weltweit, mit nur einem Klick!

 

10 Jahre FAIRgabe-Bündnis Berlin (01.09.2017)
Vor nun genau 10 Jahren, im September 2007, wurde das Berliner FAIRgabe-Bündnis gegründet. Seither wurde viel erreicht in Berlin. So gilt beispielsweise das 2010 geschaffene BerlAVG als ein in Punkto Nachhaltigkeit fortschrittliches Vergabegesetz auf Landesebene. Die Kontrollgruppe wurde auf unser Drängen hin geschaffen und die Beschaffung nach ökologischen Kriterien ist mit der VwVBU ebenfalls fast im Mainstream angekommen.
In unserem allerersten Forderungspapier „Eckpunkte einer sozial-ökologischen Reform des Vergaberechts in Berlin“ forderten wir Tariftreue, die Einhaltung der ILO-Normen und die Zahlung menschenwürdiger Löhne, Ausbildungsplätze, die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Schaffung eines Korruptionsregisters. Viele dieser Punkte sind bis heute noch offen – das heißt die Arbeit geht weiter. Auch gilt das BerlAVG erst ab dem Schwellenwert von 10.000 Euro, wodurch viele Produkte aus dem Anwendungsbereich fallen.

 

Neue Ausgabe des Newsletters FAIRE Stadt Berlin (14.09.2017):
Der Newsletter von WEED und dem Fachpromotor für kommunale Entwicklungszusammenarbeit Berlin bietet einen Überblick über die vielseitigen Aktivitäten, Veranstaltungen und Entwicklungen im Bereich Fairer Handel und faire Beschaffung in den Berliner Bezirken und dem Land.

 

Neues Projekt zu Beschaffung: Berlin handel! Fair! (14.05.2017):
so heißt das neue Projekt von WEED, in dem die NGO gemeinsam mit der CIR Berliner Bezirke dazu anhalten will, Produkte nach nachweislich sozial verantwortlichen Kriterien einzukaufen und sie dabei unterstützen, die bezirkliche Beschaffung konsequenter nach fairen Kriterien auszurichten. Die CIR legt hierbei den Fokus auf Lebensmittel und Bekleidung, während WEED sich auf die Produkte Natursteine und IT konzentriert. Neben der Begleitung der öffentlichen Hand wird es von WEED auch eine öffentlichkeitswirksame Kampagne geben, die die Berliner Bevölkerung für faire öffentliche Beschaffung sensibilisieren soll. In einem Kinospot und durch Plakate wird verdeutlicht, welche Marktmacht die öffentliche Hand eigentlich hat und wie groß die Hebelwirkung bei einer Umstellung auf fairen Einkauf wäre.