Weiterführende Informationen

Hier haben wir eine Sammlung von weiterführende Informationen zum Thema faire öffentliche Beschaffung für Sie zusammengestellt.

VAK-Schulung von WEED: Sozialgerechter öffentlicher Einkauf in der Praxis
Am 09.10.2018 bietet WEED eine Schulung an der VAK Berlin an. Auf dieser erfahren interessierte Beschaffungsverantwortliche, wie sozialgerechter Einkauf praktisch umgesetzt werden kann. Es geht dabei zum einen um die Frage, bei welchen Produktgruppen Probleme auftreten und zum anderen, wie sie sicherstellen und kontrollieren können, dass Arbeits- und Menschrechte bei der Produktion der von Ihnen beschafften Waren eingehalten werden. Es werden Musterausschreibungen zur Verfügung gestellt.

Bitte melden Sie sich bis zum 04.09.2018 direkt bei der VAK Berlin an!
Veranstaltung: FBZ/18-H-2051 -> bei eVAK suchen

Bei Fragen kontaktieren Sie Tina Haupt.

Sie wohnen nicht in Berlin und können keine VAK-Kurse besuchen? Unsere Partnerorganisation femnet bietet zusammen mit weiteren Partnern kostenlose Workshops zum Thema sozial verantwortliche Beschaffung für Auszubildende, Studierende sowie aktive Mitarbeiter*innen der öffentlichen Verwaltung an. Weitere Informationen gibt es HIER.

Wegweiser für einen sozial und ökologisch verantwortlichen Einkauf der Berliner Bezirke
Berlin kauft jährlich etwa im Wert von 4 – 5 Mrd. €2 Waren, Liefer- und Dienstleistungen ein. Für einen erheblichen Teil (schätzungsweise 60 %) des öffentlichen Einkaufs sind die Berliner Bezirke verantwortlich. Somit können diese ihre Marktmacht nutzen, um bei Vergaben Nachhaltige Entwicklung umzusetzen und Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen. Dieser Wegweiser vom Berliner FAIRgabe-Bündnis richtet sich insbesondere an die Steuerungsgruppen von Fair Trade Town Initiativen in Berlin, soll aber auch politisch Verantwortlichen und Interessierten in den Bezirken Orientierung und Anregungen bieten, wie sie sich für einen verantwortlichen Einkauf einsetzen können.

Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung- WEED e.V.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Berliner NGO mit nachhaltiger Beschaffung. WEED koordiniert die Arbeit des FAIRgabe-Bündnis seit seiner Gründnung im Jahr 2007. Auf der Inernetseite der NGO gibt es nicht nur Berlin-spezifische Informationen, sondern auch Musterausschreibungen, Praxisbeispiele und Leitfäden zu verschiedenen Produktgruppen. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich IT-Beschaffung.

Das Netzwerk Coorporate Accountability (CorA)
Im Netzwerk Unternehmensverantwortung CorA haben sich zivilgesellschaftliche Organisationen zum Thema “verbindliche Unternehmensverantwortung” zusammengeschlossen. Alle Mitglieder des FAIRgabe-Bündnisses sind auch CorA Mitglieder. Bei CorA finden zahlreiche produktbezogene Aktivitäten bezüglich sozialer und ökologischer öffentlicher Beschaffung statt. Aufbauend auf diesen Aktivitäten will CorA eine gemeinsame politische Stoßrichtung definieren und produktübergreifende Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreiben. CorA hat das Ziel, die (gesetzlichen) Rahmenbedingungen für nachhaltige Beschaffung zu erweitern. Zudem soll verhindert werden, dass sich in der aktuellen politischen Diskussion niedrige Standards bei der Anwendung sozialer und ökologischer Kriterien durchsetzen. Mittel- bis langfristiges Ziel wäre es, möglichst weitgehende soziale und ökologische Kriterien als gesetzlich verpflichtend festzuschreiben – einschließlich deren Kontrolle. Auf der Website gibt es viele Infos zu aktuellen Entwicklungen auf Bundesebene oder in anderen Bundesländern.

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt
Die SKEW ist ein sehr guter Ansprechpartner für alle kommunalen Beschaffer/innen. Sie berät Beschaffungsstellen, auch rechtlich, organisiert Informationsveranstaltungen und Tagungen zum Thema faire Beschaffung, fördert NGOs wie WEED und Germanwatch und hat 2007 das bundesweite Netzwerk zur Fairen Beschaffung ins Leben gerufen. Die Initiative setzt sich für die Einhaltung sozialer Standards bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen ein. Mit dem Netzwerk sollen Kommunen qualifizierte Unterstützung erhalten und den Erfahrungsaustausch intensivieren.

Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung
Die Kompetenzstelle beim Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (KNB) unterstützt öffentliche Auftraggeber bei der Berücksichtigung von Kriterien der Nachhaltigkeit bei Beschaffungsvorhaben. Sie berät vorwiegend telefonisch und beschäftigt sich vor allem mit umweltfreundlicher Vergabe. Auf der Website gibt es außerdem nach Bundesländern gegliederte Beispiele und Leitfäden sowie die landesspezifischen Gesetze zum Download.

Kompass Nachhaltigkeit
Der Kompass Nachhaltigkeit bietet umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Hier gibt es Informationen nach Produktgruppen und es werden jeweils relevante Siegel vorgestellt und bewertet.

Siegelklarheit
Wofür stehen Umwelt- und Sozialsiegel? Was bewerten sie? Das Portal Siegelklarheit geht diesen Fragen nach und unterstützt Beschaffungsverantwortliche beim nachhaltigen Einkauf.

 

Produktspezifisch

Textil: Bröschüre Schritt für Schritt – Ihr Weg zur fairen öffentlichen Beschaffung von Dienst- und Schutzkleidung.
Die Broschüre der NGO femnet beantwortet Fragen wie: Ist die Verankerung sozialer Kriterien in den Ausschreibungsunterlagen rechtssicher? Wer ist in den fairen Vergabeprozess einzubeziehen? Wie können konkrete Nachweise gefordert werden? Wie ist festzustellen, ob es für das gewünschte Produkt glaubwürdige Zertifizierung gibt? Wie lassen sich soziale Kriterien zielführend in die Vergabeunterlagen einbeziehen?

IT: www.pcglobal.org – Auf dieser Website finden Sie aktuelle Informationen und Neuigkeiten aus dem Bereich der Elektronikproduktion. Materialien der abgeschlossenen Projekte „PC Global“ und „procureITfair“, wie Broschüren, Bildungs-CDs und Filme, sind hier ebenso verfügbar wie neues Infomaterial von WEED.

Praxis-Beispiele Sozial verantwortliche IT-Beschaffung
Der WEED Praxis-Leitfaden von 2016 stellt Beispiele von Vergabestellen aus ganz Europa vor, die soziale Kriterien in ihre IT-Ausschreibungen integrieren und unterschiedliche Ansätze der Kontrolle verfolgen. Neben konkreten Ausschreibungen mit Mustervorlagen gehören hierzu Beispiele struktureller Maßnahmen und externer Hilfestellungen.

 

Rechtswissenschaftliche Gutachten zur Gleichwertigkeit sozialer Kriterien

Sozial verantwortliche Beschaffung nach dem neuen Vergaberecht 2016 von Dr. Christoph Krönke, Ludwig-Maximilians-Universität München

Faires Beschaffungswesen in Kommunen und die Kernarbeitsnormen von Engagement Global, SKEW, Dialog Global Nr. 42, 2016

 

Weiterführende Praxisleitfäden und Informationen:

Gute Gründe für nachhaltige Beschaffung: Warum sollte die öffentliche Hand nachhaltig einkaufen? Diese und andere Fragen werden in dieser Broschüre von WEED beantwortet. Zudem finden Sie hier zahlreiche Argumente, die für den Einkauf sozial und ökologisch hergestellter Produkte sprechen (2016).

Quo vadis Beschaffung: Eine Bestandsaufnahme der sozial verantwortlichen öffentlichen Beschaffung: Reformen, Spielräume, Vorreiter (2015).

Praxisleitfäden des europaweiten LANDMARK Projektes: Vorreiter sozial verantwortlicher öffentlicher Beschaffung (2014) und Sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung in Europa – Praxisbeispiele zu Nachweisverfahren (2012).